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Jazz

ullmann1Er ist einer der kreativsten Jazzmusiker unserer Tage. Unterwegs auf beiden Seiten des Atlantiks, veröffentlichte er schon vor zwei Jahren das 50. Album unter eigenem Namen. Jetzt feiert Gebhard Ullmann seinen 60. Geburtstag – und bringt dazu zwei neue Scheiben heraus. Und die weisen wieder in die Zukunft.

ella1Sie war die Queen der Songs und der Scats, eine der unvergesslichen Stimmen des 20. Jahrhunderts. Ella Fitzgeralds Geschichte ist die eines schwarzen Aschenputtels, eine amerikanische Bilderbuchkarriere – vom Straßenkind zum Weltstar. Vor 100 Jahren wurde Ella Fitzgerald geboren.

lillingerChristian Lillinger über Kunst und Politik, das entgrenzte Schlagzeug und die Formation Amok Amor.

Volle viereinhalb Jahre sind seit Lea W. Freys letztem Album vergangen, auf dem sie sich, wie schon mit ihrem Debüt, der Neuinterpretation von Popklassikern verschrieben hatte. Jetzt hat sich die Berliner Sängerin ausgecovert. Ihr drittes Album Plateaus enthält erstmals ausschließlich eigenes Material.

Auf seinem neuen Trio-Album stellt Sebastian Sternal einen Aspekt in den Vordergrund, der in seiner Musik noch nie so deutlich wurde: Sie swingt.

corea1Wenn Armando Anthony „Chick“ Corea einen runden Geburtstag feiert, hält er sich nicht zurück. 2001, als er 60 wurde, spielte der Pianist eine dreiwöchige Retrospektive seiner Karriere im New Yorker Blue Note. Zum 70. legte er an gleicher Stelle einen knapp zweimonatigen Konzertmarathon hin und stand während 48 ausverkauften Konzerten mit insgesamt 30 Musikern auf der Bühne, darunter seine Electric Band, eine Return-To-Forever-Unplugged-Besetzung, und die Duopartner Herbie Hancock und Bobby McFerrin.

Keyboarder Lars Duppler wandelt auf Solopfaden, zieht dafür den Stecker und präsentiert sich akustisch und ungeschminkt.

bonati1„In allerfrühester Zeit war nur Ymir. Da gab es weder Meer noch Land, noch salzige Wellen. Es gab weder die Erde noch den weiten Himmel, nur ein klaffendes Nichts und weit und breit kein Grün.“ Der Riese Ymir war das erste Lebewesen, ein archaischer Zwitter, aus dessen Einzelteilen die Götter den Rest der Welt erschufen und in dessen Blut die Riesen der Vorzeit ertranken, um dem Neuen Platz zu machen. Warum interessiert sich ein italienischer Musiker für die mythologische Saga nordischer Helden?

Die Schweiz ist ein vergleichsweise kleines und vergleichsweise begütertes Land. Die Wege sind kurz, die Musiker kennen, die Stile mischen, die Anregungen verdichten sich vergleichsweise schnell und intensiv. Von Deutschland aus gesehen, erscheint die Schweiz als ein bergiges und zugleich urbanes Paradies für Jazzmusiker. Und in diesem Jahr ist die Schweiz Partnerland der Bremer Messe jazzahead!

helge schneider und pete yorkWo Helge Schneider draufsteht, da ist auch Helge Schneider drin, und zwar samt aller Facetten und Marotten. Der Hang zu Dada und Gaga, der vorgeschobene Dilettantismus und die Liebe zur Dekonstruktion gehören einfach zum Selbstverständnis der „singenden Herrentorte“ dazu. Selbst wenn diese ein reines Jazz-Album aufnimmt und sich damit ausgiebig jener Musik widmet, der Schneider mehr Ernsthaftigkeit entgegenbringt als jedem anderen Aspekt seiner Kunst – ganz zurückhalten kann sich der Meister der Kauzigkeit nicht. Auf Heart Attack No. 1 nimmt er sich nun einiger beliebter Klassiker an, die er auf die ihm eigene Weise interpretiert. Was den Stücken nicht immer gerecht wird.

Es klingt einfach und ist doch so schwer: die permanente Permutation des Klangs, das beständige Neuentdecken, Neudenken, Neuberühren. Das französische Kollektiv Ping Machine hat sich dieser Aufgabe verschrieben und verfolgt sie seit fast zehn Jahren unermüdlich.

joachim kuehn1So kennt man ihn: ein Jazzpianist mit ewig jungem Sturm und Drang. Und so eher nicht: ein Maler. Der auch in seinen Bildern Musik auslebt. Nun zeigt die Fabrik der Künste in Hamburg seine Werke. Titel: Schönheit und Wahrheit. Joachim Kühn.

Der Vokalist Theo Bleckmann thematisiert den Tod. Vielleicht ist er aktuell der erfolgreichste deutsche Jazzmusiker in den USA. Theo Bleckmann kam 1989 in die Vereinigten Staaten (seit 2005 ist er amerikanischer Staatsbürger) und hat sich seither den Ruf erworben, einer der herausragenden Vokalisten des zeitgenössischen Jazz zu sein. Gerade ist ein neues Album erschienen, das den Sänger erstmals als Komponisten zeigt. Nach etlichen Veröffentlichungen bei Winter & Winter ist Elegy sein Debütalbum für ECM.