Diese Website verwendet Cookies, um ihre Dienste bereitzustellen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet.

JAZZTHETIK LiveEs muss nicht immer Mozart sein. Pianist Omar Sosa und die stimmgewaltige Lisa Simone setzten mit dem Grande Finale den Schlusspunkt unter fünf ereignisreiche Tage in Salzburg.

Von Achim Ost.salzburg Guillaume Perret and The Electric Epic by Andreas KolarikGuillaume Perret and The Electric Epic by Andreas Kolarik
Fünf Tage, 80 Konzerte, 30 Locations und rund 35.000 Besucher – die 16. Auflage des Festivals Jazz & The City hat einmal mehr bewiesen, dass sich die Stadt nicht nur als Sommerbühne der Hochkultur, sondern im Herbst auch als ein hervorragender Ort für Künstlerinnen und Künstler des internationalen Jazz eignet. Zum krönenden Abschluss brachte Omar Sosa mit seinen hörbar kubanischen Wurzeln Schwung ins Publikum des Salzburger Landestheaters und Lisa Simone erfüllte den Raum mit ihrer gewaltigen Stimme.

Jazz & The City hat sich von anfänglich 18 Konzerten an drei Spielstätten innerhalb von 16 Jahren zu einem Festival mit internationaler Ausstrahlung entwickelt. Rund 80 Konzerte entführten die Besucher beim Festival 2015 auf eine musikalische Reise um die ganze Welt und boten dabei eine enorme stilistische Vielfalt auf, weit jenseits eintöniger Mainstream-Genügsamkeiten. Stars wie Dhafer Youssef, Anouar Brahem, das Avishai Cohen Trumpet Trio, Chris Potter, Bill Frisell, John Scofield, Joe Lovano, Eska und viele mehr lösten mit ihren Auftritten immer wieder wahre Begeisterungsstürme aus.

Viele der Musiker feierten auf dem Salzburger Festival ihre Österreich-Premieren. Das galt unter anderem für Yom, für das David Krakauer Acoustic Klezmer Project, die Håkon Kornstad Tenor Battle oder Branko Galoić & das Skakavac Orkestar. Vor allem die neu in das Festival integrierten Spielstätten wie die Trumerei, die Skybar im Crowne Plaza oder die Kollegienkirche fanden bei Publikum und Künstlern großen Anklang. Genauso waren Gaststätten wie der Bärenwirt, der Braugasthof Krimpelstätter, das Afro Café oder das Carpe Diem Finest Fingerfood wieder Anziehungspunkte.

Den Frankreich-Schwerpunkt des Festivals markierten unter anderem Vincent Peirani und Émile Parisien, das Henri Texier Quartet und nicht zuletzt Guillaume Perret & The Electric Epic. Zu den Höhepunkten des Festivals gehörte der Duo-Auftritt von Joëlle Léandre und Vincent Courtois im Blaue Gans Weinarchiv. Die Erfolgsgeschichte des Festivals geht also auch im Jahr eins nach dem Tod seines Initiators und Energielieferanten Gerhard Eder weiter. Für das kommende Jahr ist Jazz & The City bereits auf den 19. bis 23. Oktober terminiert.

 

 

 

 

 

salzburg2 Sormeh Foto WildbildSormeh © Wildbild