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jazzReinhard Kungel und Andreas Heinrich wollen mit einem ambitionierten Filmprojekt der Frühgeschichte des Jazz in Deutschland ein Denkmal setzen.

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Wie begann das mit dem Jazz in Deutschland? Es gibt Kapitel über dieses Thema bei Joachim-Ernst Berendt und Ekkehart Jost, man findet Artikel und Abhandlungen über den deutschen Jazz während der Nazizeit und seine Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine ausführliche filmische Dokumentation mit Interviews von überlebenden Zeitzeugen der Geschichte des deutschen Jazz gibt es jedoch bisher noch nicht.

Das soll sich jetzt ändern. Der Dokumentarfilmer Reinhard Kungel arbeitet gemeinsam mit dem Medienexperten Andreas Heinrich schon seit Jahren an der Realisierung eines Projektes mit dem Arbeitstitel Entering Germany – Wie der Jazz nach Deutschland kam, der lebendig erzählten Story des deutschen Vor- und Nachkriegsjazz. Kungel selbst ist leidenschaftlicher Jazzfan und praktizierender Jazztrompeter, schlug allerdings schon früh die Filmlaufbahn ein. Er realisierte neben zahlreichen dokumentarischen Arbeiten für das deutsche Fernsehen auch Dokus über Jazz in den USA. Obwohl er mit rund 100 Filmen (davon die Hälfte selbst produziert) alles andere als ein Unbekannter der Branche ist und zu den erfahrenen Dokumentarfilmern zählt, musste er schon früh feststellen, dass dem Jazz als Thema von Dokumentationen keine große Unterstützung durch die Medien zuteilwird, und sei das Thema noch so spannend.

Er filmte allerdings unbeirrt weiter. Gerade eben gelang es ihm und seinem Team noch, exklusives Filmmaterial mit zwei deutschen Jazzmusikern der ersten Stunde zu drehen: Paul Kuhn (Jahrgang 1928) und Max Greger (Jahrgang 1926) erzählten kurz vor ihrem Tode vor der Kamera, wie es für sie begann mit dem deutschen Jazz. Dasselbe taten bereits „Ghettoswinger“ Coco Schumann, der als Unterhaltungsmusiker der Nachkriegszeit bekannte Hugo Strasser, die Jazzveteranen Rolf Kühn und Klaus Doldinger, Filmkomponist Peter Thomas und „DDR-Jazz-Papst“ Karlheinz Drechsel. Es steht bisher nie gesehenes historisches Material – u.a. stießen Kungel und seine Crew bei Recherchen auf rare Filmaufnahmen von Jazzbands aus dem Deutschland der 1920er Jahre – und nicht zuletzt der Mitschnitt des letzten Live-Konzerts von Kuhn, Greger und Strasser mit der SWR-Bigband zur Verfügung.

Die Filmemacher suchen nun händeringend nach einer Finanzierung für die Fertigstellung des Films, nachdem man mit besagten Interviewaufnahmen und zahlreichen Recherchen jazz3Klaus Doldingerbereits in nicht geringem Maße in Vorleistung gegangen ist. Es wurde alles versucht. Öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten winkten ab oder stellten eher kleine Summen in Aussicht. Die bundesdeutsche Filmförderung (BKM und FFA) befand das Projekt als „nicht zuschusswürdig“. „Und das, obwohl man weiß, dass Filme wie Fack ju Göhte 2 mit vergleichsweise großen Summen unterstützt worden sind“, beklagt Reinhard Kungel. „Die Fertigstellung dieses Filmes steht und fällt nun mit der Unterstützung der Jazzfans, denen wir allerdings garantieren können, dass mit dem Film wirklich etwas geboten wird. Kein Dokumentarfilm hat jemals umfassend die Geschichte des deutschen Jazz erzählt.“

Immerhin wurde seitens des SWR umfangreiches Archivmaterial zugesichert, u.a. sollen die legendären Jazzsendungen von Joachim-Ernst Berendt nun mithilfe dieses Films wieder ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Vieles muss allerdings erst noch gedreht werden: Konzerte und Interviews mit wichtigen Zeitzeugen aus den Jazz-Metropolen Hamburg, Frankfurt und Stuttgart, z. B. Interviews mit dem Frankfurter Saxofonisten Emil Mangelsdorff und dem Sänger Bill Ramsey stehen noch aus. Aber auch die junge Generation deutscher Jazzmusiker soll im Film zu Wort kommen: Der Trompeter Thomas Siffling und Saxofonist und Jazzprofessor Johannes Enders machen sich im Rahmen ihrer Tourneen durch die Republik auf die Suche nach den Wurzeln ihrer Musik und entdecken und erleben zusammen mit dem Zuschauer Zusammenhänge, wertvolle Aufnahmen und bewegende Erinnerungen der Väter des deutschen Jazz. Am Ende des Films soll dann eine gemeinsame Jam-Session der jüngeren Jazzer mit den noch lebenden Pionieren des deutschen Jazz stehen.

Wolfram Knauer, Direktor des Jazzinstituts Darmstadt, empfiehlt „wegen seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung uneingeschränkt eine Förderung dieses Filmprojekts. Es ist ein jazz4Paul Kuhnwichtiges und gerade im geplanten umfassenden Blick bislang einmaliges Unternehmen, das weit über den Jazz-Aspekt hinaus deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählen hilft.“ Kungel und Heinrich sind überzeugt vom Erfolg der Crowdfunding-Kampagne: „Den Jazzliebhabern bereitet es bestimmt Freude und erscheint es sinnvoll, in etwas zu investieren, das sie selber schätzen und wovon sie ideell profitieren. Es hängt tatsächlich von der Spende jedes Einzelnen ab, ob dieser Film realisiert werden kann. Mit ihrer Unterstützung lässt sich dieser Film zu Ende erzählen, nur durch sie wird er auf der Kinoleinwand und im Fernsehen Realität. Wer das Filmprojekt finanziell unterstützt, kann mit Stolz von sich behaupten, im Rahmen des ihm Möglichen ein Stück deutscher Kultur und Jazzgeschichte vor dem Vergessen bewahrt zu haben. Die Förderer erhalten außerdem Einblicke in die Filmentstehung durch Set- und Konzertbesuche, eine Namensnennung im Abspann, DVDs und vieles mehr! Daher wenden wir uns direkt an die Leser von JAZZTHETIK: Ermöglichen Sie mit Ihrer finanziellen Unterstützung diesen Film! Machen Sie das Unmögliche möglich!“

Die Verantwortlichen verpflichten sich, sämtliche Beträge, die direkt auf diesem Konto eingehen, vollständig an die Crowdfunding-Kampagne "Entering Germany"bei Startnext.com weiterleiten.
Sollte das Projekt nicht realisiert werden können, garantieren sie außerdem, dass sämtlichen Unterstützern ihr Geld erstattet wird.

Kontoverbindung:
Raiffeisenbank Isar-Loisachtal eG; Konto: RK-FILM-CF-JAZZ; IBAN: DE13 7016 9543 0000 0080 60; BIC: GENODEF1HHS
Crowdfunding:
www.startnext.com/entering-germany
Website:
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