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Klangkunst (engl. phonic art oder sound art) ist eine eigenständige Kunstform, die nicht im Konzertsaal stattfindet, sondern in Museen, Galerien und an öffentlichen Plätzen, sowie im Radio in Form des akustisches Hörspiels. Es handelt sich dabei um Klanginstallationen, die Räume mittels Klängen oder Geräuschen in akustische Erlebniszonen verwandeln und das Publikum anstatt zum Sehen zum Hören animieren.

»Wenn ich singe, schmeckt mein Mund nach Blut«, bekannte der Sänger Manolito el de la Maria. Der Flamenco besingt ein Leid, das auf sehr konkreten Erfahrungen beruht. Nämlich vor allem auf dem der 1425 in Spanien aus Indien angekommenen »gitanos«, die sich einem Staat und einer Gesellschaft gegenübersahen, die über Jahrhunderte mehr oder weniger gewaltsam versuchten, sie zu integrieren. 

Joe Boyd? Wer ist Joe Boyd? Während Pink Floyd, die Incredible String Band, Fairport Convention und Nick Drake viele kennen, ist Boyd ein Unbekannter geblieben. Das hat damit zu tun, dass er nie im Rampenlicht stand, sondern als Plattenproduzent und Manager im Hintergrund die Fäden zog - mit umso größerer Wirkung. Als graue Eminenz hat er die Karrieren von Pink Floyd und Co. maßgeblich beeinflusst und in der Londoner Psychedelic-Underground-Szene eine wichtige Rolle gespielt.

Ins Gespräch kam Pannonica de Koenigswarter erstmals, als 1955 in ihrer Luxus-Suite Charlie Parker starb. Die Baronin wurde denunziatorisch als »üppige, verführerische, schwarzhaarige und glutäugige Circe der High Society« geschildert, die sich mit »Neger-Stars« einließ. Tatsächlich war Pannonica, abstammend von den berühmten Rothschild-Bankiers, vom Jazz-Virus infiziert und kannte alle wichtigen Vertreter jener Spezies.

Der Vibrafonisten-Legende Bobby Hutcherson jüngst einmal wieder in Europa live zu begegnen, ihr beim Spielen zuzuschauen, ist schon ein besonderes Vergnügen. Mit vollem Körpereinsatz lauscht Hutcherson den angeschlagenen Tönen nach, er biegt und windet sich, in unnachahmlicher Eleganz und nahezu tänzerischer Anmut. Wer es bisher nicht wusste, weiß es spätestens nach diesem Erlebnis: Jazz und Körpersprache sind – worauf gerade Joachim–Ernst Berendt mehr als einmal hingewiesen hat – nicht voneinander zu trennen. Und wer je bei afroamerikanischen und europäischen Jazzern auf die Körpersprache geachtet hat, weiß, dass Jazz dort lebt, wo seine Körpersprache gesprochen wird.