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Whoop di!
Literatur vom 10.10.2006

Wuppertal. In einer Stadt, in der Elefanten aus Schwebebahnen fallen, muss auch in Sachen Jazz eine Menge los sein. Wer den entsprechenden Newsletter von www.jazzage.de durchsieht, könnte schnell, angesichts der vielen kunterbunten Aktivitäten, den Verdacht äußern, dass Wuppertal die Jazz-Metropole Deutschlands ist.

Dummerweise ist W’tal, anders als Köln, Hamburg oder Berlin, keine Medienmetropole. Und gibt es Musik, wenn nicht in den tonangebenden Medien über sie berichtet wird? (Gibt es mich, wenn ich nicht mit dem Handy erreichbar bin?) Wunderschöner Existenzbeweis des Lebens in einer Jazzmetropole ist das großformatige, mit Hilfe von ausgewiesenen Kennern geschriebene und zusammengestellte Buch Sounds like Whoopataal – Wuppertal in der Welt des Jazz, worin mit vielen historischen Fotos der Jazzgeschichte nachgegangen wird. Geschichten und Porträts um Musiker wie Louis Armstrong oder auch Sonny Boy Williamson II, die wie viele andere in W’tal gastierten, finden sich ebenso in diesem mit historischen Fotos reich ausgestatten Prachtband wie – viel wichtiger – die Geschichten um die lokale Jazz-Entwicklung. An ihnen wird deutlich, wie sich Jazz, wie sich Musiker und die Gesellschaft änderten. Welche Träume waren mit dem Jazz verbunden, als er noch als Symbol für Amerika und Freiheit gespielt wurde? Wie änderte sich das Verhältnis zu Stadt und Publikum, als W’tal eines der Zentren für den deutschen Free Jazz wurde? Welche privaten Schicksale verbergen sich hinter Spielstätten, Musikerbekanntschaften und Jazz-Moden? Wer kennt (nicht) die Namen, die untrennbar mit dem Wuppertaler Jazz verbunden sind: Hans Reichel, Peter Kowald, Peter Brötzmann ... ja, wer will sie zählen!?
Kurz und gut, dieses Buch gliedert sich mehr als würdevoll in eine Reihe von Städteporträts – von Dortmund bis Frankfurt – ein, in denen die lokale Verwurzelung eines ursprünglich amerikanischen musikalischen Idioms in der deutschen Musikgeschichte zugleich spannend und lehrreich beschrieben wird. Ein Muss – für Jazz– und Lokalhistoriker, Fans und alle, die »Whoopataal« richtig aussprechen wollen. Und eine CD mit Jazz aus der Metropole an der Wupper liegt auch noch mit dabei!
Adrian Wolfen

E. Dieter Fränzel / Jazz Age Wuppertal (Hg.): Sounds like Whoopataal – Wuppertal in der Welt des Jazz. Essen 2006, Klartext Verlag, 322 Seiten (+ CD).





((Preisrätsel 1006))

Whoop-Whoop!
Luftige Höhen, sonnige Auen, Giraffen, Ziegen, Löwen und Elefanten in vollendeter Harmonie mit frei laufenden Jazzern – so ist Wuppertal. Oder nicht? Der Klartext Verlag ist so freundlich, der JAZZTHETIK drei Verlosungsexemplare des wundervollen Buches von E. Dieter Fränzel / Jazz Age Wuppertal (Hg): Sounds like Whoopataal – Wuppertal in der Welt des Jazz, Essen 2006, Klartext Verlag, zur Verfügung zu stellen. Was muss dafür gewusst werden? Die richtige Antwort auf die Frage, woraus einst in Wuppertal ein Elefant in die Wupper stürzte! War es aus einer a) Seilbahn, b) Talibahn, c) Schwebebahn, d) Turbahn oder e) einem Bahnjo??? Richtige Antwort bis zum 18. Oktober an die JT - und dann mächtig: Trörö!

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