|
|
Megaphone #171 von Harald Justin & Co
Megaphone vom 01.12.2006
Bereit zur Monats- und Volkskunde, zur Lüftung der letzten Geheimnisse zwischen Mythos und Musik? Na denn: Alle reden übers Wetter! Aber spielt das Wetter verrückt, oder verrücken die Menschen das Wetter? Im November noch war es zum Palmensäen warm. Und im Dezember hängen einige Deutsche dem Irrglauben nach, ein bärtiger alter, rot gekleideter und dickwanstiger Kerl rutsche durch Kamine und verteile in Haste-nicht-gesehen-Zeit Millionen wunderschön verpackter Pakete.
Dazu werden Gesänge wie »Stille Nacht, heilige Nacht« angestimmt, wohl in der frommen Hoffnung, Unheil abzuwenden. Wie bei vielen Völkern üblich, so werden große Anstrengungen unternommen, durch Opfergaben, »Geschenke« genannt, die Geister des neuen Jahres freundlich zu stimmen. Alles im Zeichen der »Liebe«. Der kollektive Wahn dabei wird nur von Miesmachern gestört, die darauf hinweisen, dass die Vorstellung vom rot befrackten »Weihnachtsmann« die Erfindung eines amerikanischen Brausekonzerns sei. Was so auch nicht stimmt, aber ein Hinweis darauf ist, dass Glaube und Irrglaube nicht weit voneinander entfernt sind, Amerika uns nicht nur Jazz und Blues geschickt hat - und dass im Dezember das allgemeine deutsche Gaga-Sein in eine besonders sentimentale Phase eintritt.
Deshalb die Meldung aus Wissenschaft und allgemeiner Lärmkunde: Beim Deutschen Lebertag wurde verlautbart: »Die Leber quietscht und eiert. Pünktlich zwischen Karnevalsbeginn und Weihnachten beginnt das Zentralorgan der Bauchhöhle mit seiner Schwerstarbeit. Unmengen von toten Gänsen und literweise Kölsch und andere Alkoholika werden abgebaut. Manche Leber schafft es nicht und verweigert den Dienst. medicalpicture setzt darum der Leber anlässlich des Deutschen Lebertages am 20.11.2006 ein Denkmal in Wort und Bild. Der Betrachter der medicalpicture-Bilderwelten findet Lehrreiches über die Anatomie der Leber und die Zusammenhänge mit anderen inneren Organen, wie auch Leberzirrhose und Säuferleber im Detail.« Dort, wo es quietscht: www.medicalpicture.de
Gegen Trübsinn wurden einst Aderlässe und Blutegel gelegt, um das Wohlbefinden zu steigern. Aber es geht auch anders- bzw. von hintenrum und mit Musik: Um das »Ich-bin-ein-Sieger-Typ« bei dem Boxer Axel Schulz zu steigern, kam ein berühmt-berüchtigter deutscher Friede-Freude-Eierkuchen-Komponist auf eine besonders aparte Idee. Der SPIEGEL berichtete: »Der Produzent Ralph Siegel hat ein neues Lied komponiert, er bietet es Schulz als Einlaufhymne an.« Die Antwort des Boxers, der vor einem Comeback-Kampf steht, war ein gedoppeltes A in der Form eines keineswegs flüssigen, sondern eines eher trockenen »Aha«. Und Ruf/In-Akustik reagierte mit einem in seinem Namen zusammengestellten »Best Of« des Duos Friend ’n’ Fellow. Besser als ein Einlauf.
Schon tot und deshalb für derlei Übungen nicht mehr zu haben: Johnny Cash. Ihm zu Ehren haben sich 36 Musik-Ikonen zum Video-Dreh für »God’s Gonna Cut You« getroffen. Schwarze Kleidung war angesagt, und es kamen u.a. Iggy Pop, Bono, Kanye West, Jay-Z, Johnny Depp und Keith Richards. Die Single-Auskopplung stammt aus dem Cash-Album American V: A Hundred Highways (American Recordings / Lost Highway), das inzwischen Goldstatus erreicht hat. Da sind die richtigen Quietschlebern auf einem Haufen!
Hinkommen: Das 21. Internationale JazzFestival Münster vergrößert den selbst gesetzten Schwerpunkt mit europäischer Musik, minimiert den Anteil von amerikanischen Jazz und findet vom 5.–7. Januar 2007 in den Städtische Bühnen Münster statt. Etwa mit Louis Sclavis und Tiger’s Tail feat. Nguyên Lê. Und dazu kommen noch u.a. Art Lande, Bobo Stenson, Tomasz Stanko, Colin Steele’s Stramash, das Iiro Rantala Quartet, Bik Bent Braam, das LeipJAZZIG-Orkester, die westfalian aspects, Marc Brenken Duo & Michael Schiefel. Und für quietschende Kinder und Eltern gibt’s eine Familien-Matinee »Jazz for Kids«. post@jazzfestival-muenster.de und www.jazzfestival-muenster.de
Was die Musikwelt Amerika verdankt und westliche Depressionen wegspült? Der Schriftsteller Kurt Vonnegut gab eine schöne, den Weihnachtsmann und Einläufe negierende Antwort: »Man muss sich klar machen, dass das unbezahlbare musikalische Geschenk, das uns die Afroamerikaner gegeben haben, inzwischen fast der einzig Grund ist, weshalb uns manche Ausländer immer noch tolerieren. Das spezifische Heilmittel für die weltweite Epidemie der Depression ist der Blues.« Immer weniger Europäer hören das so und führen mit der Grabesrede auf den amerikanischen Jazz die europäische Musik auf das Siegertreppchen.
Wonne gut, Frauen, Blues? Klar, und deshalb geht Ruf’s Blues Caravan 2007 mit den Blues Guitar Women an den Start. Mit Sue Foley, die die Compilation Blues Guitar Women (Ruf / In-Akustik) zusammenstellte und die Gitarristinnen Deborah Coleman und Roxanne Potvin ab Januar mit auf die Reise durch das von Winter-Depressionen geschüttelte D-Land nimmt. www.bluescaravan.com
Ähnlich wie Vonnegut äußerte sich Legende Allen Toussaint, als er, Gast beim JazzFest Berlin, von der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG befragt wurde. Die SZ: »Gregory Davis von der Dirty Dozen Brass Band hat vorausgesagt, die Musik aus New Orleans werde nach Katrina bluesiger klingen als je zuvor.« Antwort Toussaint: »Wir haben in unserer Stadt schon immer den Blues gelebt. Von Louis Armstrong bis Lee Dorsey, von den Neville Brothers bis hin zu den Brass Bands, die den Sarg begleiten. Daran wird sich nichts ändern. Nur ein paar traurige, aber auch hoffnungsvolle Geschichten sind dazugekommen.« Und: »New Orleans steckt voller Musik. Und Musik ist eine er besten Therapien. Sie kann besser heilen als alles andere – ich kann das bestätigen, denn ich werde so gut wie nie krank.« Deutsche Kritiker, die ihn beim Berliner JazzFest sahen, konstatierten »supereleganten Cocktail-Jazz«. Das geht auf die Leber!
Ja, der Blues. Roger Daltrey, Who-Sänger, erzählte einst: »Blues taught us musical freedom.« Sicherlich einer der Unterschiede zwischen amerikanischem Jazz und europäischer Musik und auch eine Generationenfrage: die Grundlage des amerikanischen Jazz ist der Blues, während europäische Musik ...?
Die Antwort kommt aus Münster und aus Bremen: »Musik kennt keine geographischen Grenzen, erst recht nicht Jazz. Wir sind uns dieser Tatsache bewusst, weswegen die jazzahead! in ihrer zweiten Ausgabe die internationale Ausrichtung konsequent weiterverfolgt.« So verlautet es von der jazzahead!, die vom 8.-11. März 2007 im Congress Centrum Bremen mit einem neuen Programmteil, dem »European JazzXchange«, stattfindet. Ziel des von der Europäischen Kommission unterstützten Programms ist es, »für einen lebendigen Austausch innerhalb der professionellen europäischen Jazzszene zu sorgen«, erklärt Peter Schulze, künstlerischer Berater des Projekts. Innerhalb des European-JazzXchange-Programms präsentiert das Klaus-Kuhnke-Archiv zusammen mit der MGH und den Partnerländern Finnland, Norwegen, Schweden, Ungarn, Italien und Deutschland jeweils zwei Bands von internationaler Attraktivität. Weiteres Highlight: Eine aus europäischen Jazzstudenten zusammengestellte Bigband wird unter der Leitung des Komponisten Michael Gibbs konzertieren. Weiterer Schwerpunkt: Jazz und Film. Zum Sehen und zum Diskutieren gibt’s u.a. Julian Benedikts Play Your Own Thing und Blue Note - A Story of Modern Jazz sowie Mike Dibbs The Miles Davis Story und Keith Jarrett: The Art of Improvisation. Die schwedische Sängerin Rigmor Gustafsson wird Lieder von Michel Legrand interpretieren, in den Abendkonzerten spielen Joe Zawinul, Arve Henriksen aus Norwegen und Municipale Balcanica aus Italien. www.jazzahead.de
Music is a healing force? Geld aber auch. Und so hat die Dr. E.A. Langner-Stiftung die ersten drei Jazz-Stipendien à 5.000 Euro an Hamburger Jazz-Nachwuchsmusiker vergeben. Unter der Schirmherrschaft von Nils Landgren wird sie erstmals im nächsten Jahr den Hamburger Jazzpreis vergeben, der mit 10.000 Euro dotiert ist. www.dr-langner-stiftung.org
Ruhm heilt und Geld stinkt nicht. Und deshalb »wieder eine Werbemail von mir!«, schreibt Musiker und Organisator Jan Klare, der das Projekt eines »off domicil orchester« startet. Damit ist eine monatlich im Dortmunder Jazzclub domicil aufspielende Band von Freiwilligen gemeint. An jedem 3. Donnerstag im Monat soll sich »ein offener Pool von Musikern« bilden, »bis sich irgendwann ein fester Kern herausschälen könnte.« Also, ab zum Kernschälen. Nach dem Schälen und Proben wird »gegessen« und »abends wird die ganze Sache aufgeführt.« Mit Unmengen toter Gänse? Kultur ist, wo Essen und Musik zusammenkommen.
Wegkommen: Cyminology gewann beim Worldjazz-Award in Berlin zwei Preise. Und die Band war auf Zypern. Beeindruckend war für »uns die politische Lage auf Zypern, da Nikosia in einen griechischen (eher reichen) und einen türkischen (eher ärmeren) Teil zweigeteilt ist, ähnlich wie das Berlin vor 1989. Vielen Dank an das Goethe-Zentrum Nikosia für diese tolle Möglichkeit, dort gewesen sein zu können.« Geschichtskenntnisse? Immer gut.
»Deutschland wird am Hindukusch verteidigt.« Natürlich nicht nur mit Waffeln, sondern auch mit deutscher Kultur. Und das Goethe-Institut freut sich über die »Trendwende in der Auswärtigen Kulturpolitik« und über »mehr Geld für Erhalt und Ausbau seiner weltweiten Präsenzen«. Die Erhöhung der institutionellen Förderung auf 120 Millionen Euro sei Teil eines umfassenden Konzepts zur Zukunftssicherung des Goethe-Instituts. Der Generalsekretär des Goethe-Instituts, H.-G. Knopp: »Wir können damit den Herausforderungen in Asien und in der islamisch geprägten Welt des Nahen und Mittleren Ostens mit einer Verstärkung unserer Präsenzen begegnen.« So »arbeitet das Goethe-Institut weiter an der seit Jahren erfolgreichen Steigerung seiner Eigeneinnahmen insbesondere durch Sprachkurs- und Prüfungsgebühren und durch die verstärkte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.« Und »Wir sind zuversichtlich, dass wir künftig auch die notwendigen Projektmittel erhalten, um die neuen Strukturen mit Programmen zu füllen und damit deutsche Kultur in der Welt noch sichtbarer zu machen.« Vom Exportweltmeister zum Kulturweltmeister?
Und was tutet sich in der Provinz? Am 8. November eröffnete in der Stadtsparkasse Wuppertal eine Ausstellung zum Jazz in Wuppertal. E. Dieter Fränzel, der das Buch sounds like whoopataal - Wuppertal in der Welt des Jazz (Essen 2006, Klartext-Verlag) herausgab, krönte die Ausstellung mit Artefakten und Objekten, die in die städtische Jazzgeschichte einführen. Bei der Eröffnung sprach u.a. Wolfram Knauer vom Darmstädter Jazzinstitut. Der fragte sich, wieso ausgerechnet in einer Mittelstadt wie Wuppertal künstlerische Entwicklungen möglich seien, die in mancher Metropole schwierig wären. Erklärung: »Es ist vielleicht die Chance der mittelgroßen Städte, dass sie Fantasien ermutigen, Experimente im kleineren Kreis, dass in ihnen der Bürgerstolz auf die Avantgarde leichter scheint als in den Metropolen, in denen man weit mehr zur kritischen Distanz neigt. Da gibt es weniger örtliche Konkurrenz, es gibt weniger die Hektik der Großstadt, es gibt ein ruhigeres Diskussionsklima, und auch die Bevölkerung ist kulturell weniger abgestumpft. Man spürt einen Stolz auf Projekte, die in der Großstadt neben unzähligen anderen Aktivitäten wohl oft untergingen. Solche Mittelstädte können also den vermeintlichen Kulturzentren tatsächlich oft um einige Längen voraus sein.« Die Ausstellung? Bis Anfang Januar! www.jazzzeit-wuppertal.de
Passend dazu: der von Wolfram Knauer herausgegebene Tagungsband des Jazzinstituts Darmstadt: Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung Band 9: Jazz – Pop, Jazz goes Pop – Der Jazz und sein gespaltenes Verhältnis zur Popularmusik (Hofheim 2006, Wolke Verlag), mit Beiträgen u.a. von Peter Kemper, Martin Pfleiderer, Jürgen Schwab, Andreas Felber und Diedrich Diedrichsen. www.wolke-verlag.de und www.jazzinstitut.de
Worum es bei der Popularisierung und Nobilitierung, bei der Nationalisierung und Europäisierung des Jazz auch geht? Beispiel: Die Stadt Bern (CH) hatte der lokalen Szene ein Jazzhaus bescheren wollen und zwei der aktivsten Berner Jazzinitiativen, Bee-Flat und Be-Jazz, um ein Konzept gebeten. Die stritten und trennten sich. Und um was ging es? Die einen wollen 50% Jazz aus der Schweiz im Programm haben und die anderen wollen mehr »nachhaltige Förderung der lokalen und nationalen Jazzszene«. Vielleicht hat der Zwist aber auch damit zu tun, dass die Stadt Subventionen von 200.000 Schweizer Franken in Aussicht gestellt hat? Und das muss man einmal auf EU-Niveau hochrechnen!
Wie das so ist mit Jazz in Orten? Wiesbaden! Der Pianist Uwe Oberg und die Jazzinitiative »New Jazz/ARTist« versuchen, die Stadt auf der Landkarte des deutschen Jazz zu positionieren. Wie das geht? »Man kennt sich, weiß voneinander«, erklärt Oberg, und der Verein habe sich »eine Art Netzwerk entwickelt, über das sehr viele Kontakte gepflegt werden.« Nun müsse nur noch das Publikum mitspielen, das in Wiesbaden eher traditionell orientiert sei. Der wahre Jazzfeind sitzt im Publikum – oder auch nicht!
Ein Kritiker beim JazzFest Berlin: »Der Jazzbegriff mag leer sein, aber die Hallen sind fast durchweg rappelvoll.«
Hat sich positioniert: Das JazzFest Berlin. Natürlich im Sinne der Europäisierung des Jazz. Julian Benedikts Film Play Your Own Thing wurde als Gegenstück zu Ken Burns’ Jazz gesehen, die Musik als »europäische Standortbestimmung« gehört. 11.000 Zuschauer kamen, und der Intendant der Berliner Festspiele Joachim Sartorius lobte und verlängerte Schulzes Vertrag um ein Jahr. www.berlinerfestspiele.de
Keine Chance zur Wiederkehr: Manny Duran, 80 Jahre und Trompeter, der mit Willie Bobo, Mario Bauza, dem Afro-Cuban Jazz Orchestra u.a. gespielt hat. Ruth Brown, 1928-2006. Sängerin, maßgeblich an der Geltung von Atlantic-Records (»the house that Ruth built«)beteiligt - und über neun Jahre im Streit mit Atlantic um ausstehende Tantiemen. Sänger und Schlagzeuger Woody Woodhouse (69), der sein Publikum mit Gesangsimitationen von Flöte und Posaune begeisterte.
Noch mehr EuroJazz: Der norwegische Komponist und Bigbandleader Geir Lysne erhält für sein Album Boahjenásti – The North Star (ACT / Edel Contraire) den Jahrespreis 2006 der Deutschen Schallplattenkritik. Boah!
Im Begründungstext der Jury wird u.a. der Beitrag des aus Lappland stammenden Sängers Johan Sara gewürdigt. »Er ist Spezialist jener samischen Gesangstechnik, die man Yoik nennt und die man irgendwo zwischen dem Jodeln, dem Obertongesang der Tuva und dem Scat des Jazz ansiedeln könnte.« Und demnächst findet er wieder statt: der Jodelkurs in der örtlichen VHS! Soll der JAZZTHETIK nur recht sein. Denn ebenfalls demnächst: die große Jodel-Story!
Die einen machen ihr Jodeldiplom, die anderen loben den Einsatz seltsamen Instrumentariums und die Folgen für das Verhältnis zwischen Mann und Frau: »Außergewöhnlich und virtuos auch der durch seine Musik auf Eisinstrumenten bekannte Terje Isungset, der mit seiner Maultrommel der Soloflöte von Tore Brunborg absolut Gleichwertiges entgegenzusetzen weiß. Wenn es also stimmt, dass Geir Lysne solche Klänge beim Kinderhüten erdacht hat, dann sollten mehr Männer in diesem kreativitätsfördernden Bereich tätig werden!« In diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum: die Maultrommel für den Papa!
Nicht mit der Maultrommel, sondern mit sechs Saiten hat sich Gitarrist, Labelchef (Jardis), Veranstalter und Gitarrenbauer Heiner Franz den Archtop-Germany Award 2006 erspielt. Franz ist einer der angesagtesten Jazzgitarristen D-Lands, der seine Reputation u.a. aus dem Zusammenspiel mit Peter Leitch, John Goldsby oder Louis Stewart schöpft. Mit Letztgenanntem verbinden ihn CD-Einspielungen, die »als Standardwerke« gelten. Auch bei der Gründung eines European Jazz Guitar Orchestra hat er die Saiten gezogen. Ob der so Vielbeschäftigte noch Zeit für seine Familie hat? www.archtop-germany.de
Florian Ross, Matthias Schriefl, der Fotograf Lutz Voigtländer und die Big Band der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl erhielten den WDR Jazzpreis 2006 Die Rede zur Preisverleihung gipfelte in dem Appell: »Macht mehr Musik!« www.wdr3.de
Dafür gibt’s den »Online-Shop für unabhängigen Jazz«: www.allofjazz.com Wo Musiker ihre - ohne großen Label-Vertrag - produzierten CDs einem weltweiten Publikum näher bringen können. »Sie überlassen uns einfach ein paar Exemplare in Kommission und wir übernehmen Marketing, Verkaufsabwicklung und Abrechnung etc.« So einfach soll das sein mit dem Tuten und Blasen, Quietschen und Erfolg haben!?
Vorausdenken und Erfolg haben: Für das Moers Festival 2007 (Pfingsten 25. bis 28. Mai 07) gibt es im Vorvorverkauf vom 11.12.2006 bis zum 14.01.2007 ein Early-Bird-Ticket zu supergünstigen Konditionen: www.moers.de/festival
Vorausdenken und Geld sparen: Nur wer teuer isst, ist was wert. Oder so ähnlich. Die Regierung will es jedenfalls so und erhöht die Mehrwertsteuer. Da müssen wir wohl mit, und deshalb wird die JAZZTHETIK im nächsten Jahr teurer. Wer allerdings dem allgemeinen Preisanstieg entkommen will, kann noch bis zum 24.12.2006 ein Jahres-Abo zum alten Preisen beziehen. Und sich damit unter den Weihnachtsbaum legen und Unmengen toter Gänse und Alkohol vernichten. Welt erkannt, Gefahr gebannt!
Die Leber quietscht und eiert, der Besitzer jammert und reihert! Ja, so sind sie, die Laute der Natur. Unter »Blieswoods Lebensregeln« (BILD) ist nachzulesen, worauf sonst noch zu hören ist: »Ja zum Sound der Natur! Hören wir noch, wie das Leben lebt? Das Knistern der goldenen Laubblätter. Das Plumpsen der Haselnüsse. Das Stöbern der Eichhörnchen. Das Schnüffeln der Hunde. Den Fahrtwind im Auto. Das Flackern der Kerzen. Das Atmen der schlafenden Kinder. Wer hört, lebt.« Ob mit gejodelter Einlauf(hymne) oder ohne? In Italien jedenfalls wurde eine Toilette beschlagnahmt, weil bei Betätigung der Spülung die italienische Nationalhymne erklang. Momente, wo Natur auf Kultur trifft. Und Deutschland zwischen Sommer- und Wintermärchen – zum Quietschen!
Eleganz und Eiertanz!
|