jazzthetik - das magazin für jazz und anderes

Mittwoch, 22. Februar 2012

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William Shakespeares Julius Caesar (1599), Thornton Wilders Briefroman Die Iden des März (1948), die Simpsons-Episode 115 (»Homer, der Auserwählte«, 1995), in der Tochter Lisa ihren Dad mit den berühmten Worten vor einem Freimaurer-Club warnt, schufen famose Dramatisierungen: Alles vergebens. In Gastein/Österreich, umtost von Schnee und Thermen, spricht man gar gern vom Märzen. Vom 16.-23.03. findet dort das 11. Snow Jazz Festival statt. Unter dem Motto »Big Apple - The Music of NYC« treten New Yorker Musiker und solche, denen der Big-Apple-Jazz das Maß der Dinge bedeutet, in Hütte, Hotel und im Jazzclub Sägewerk auf: Claudia Quintet, Craig Taborn, Jacky Terrasson, Klemens Marktls New York Explosion (feat. Joe Locke), Gino Sitsons Trio VoCello, Ray Andersons Pocket Brass Band u.a.
www.gastein.com/de/winter/events-kultur-naturerlebnis/snow-jazz-gastein

Nach wie vor konkrete Probleme hat Japan nach Erdbeben, Tsunami und GAU (Zahl der Todesopfer: über 20.000, Ende offen), die auch der Pazifik-Anrainer von gegenüber wahrnahm, wo 25 Fusion-Jazzer mit Producer Larry Robinson in L.A. das Benefiz-Album Jazz For Japan einspielten. Ein wenig überraschendes Programm zwar - »Maiden Voyage«, »Body And Soul«, »So What« etc. -, gespielt von Westcoast-Koryphäen wie Tom Scott, George Duke, Steve Gadd oder Bob James, doch ein Genuss.
www.aktion-deutschland-hilft.de/de/hilfseinsaetze/erdbeben-japan/

Musikalisch im Bereich Postrock/Silent Music/Electronica angesiedelt, ist das Benefiz-Album More Hope For Japan nach Hope For Japan das zweite seiner Art. Die 37 meist unveröffentlichten Titel von RiLF, And So I Watch You from Afar, Every Silver Lining Has a Cloud, Yuki Murata u.a. sind als Download oder limitierte physische Auflage von 100 (jeweils 4 CDs im Jewel Case) zu haben.
www.morehopeforjapan.com

AngelikaNiescierZurück von der US-Ostküste, setzt Saxofonistin Angelika Niescier in Kooperation mit der Initiative Kölner Jazz Haus e.V. die Idee um, das New Yorker Winter-Jazzfest auf die Bühnen des Kölner Stadtgartens zu übertragen, um an einem Abend die Dichte und Qualität der örtlichen Jazz-Szene zu zeigen. U.a. die Trios von Sebastian Gramss und Clemens Orth, das André Nendza Quintett, Ulla Oster treten beim ersten winterjazz köln am 13.01. auf, ebenso die Kuratorin selbst, die Energien bündeln möchte: »Wir glauben daran, dass unsere Musik gesellschaftliche Relevanz hat und verstehen winterjazz köln als erstes Statement (...). Geplant ist eine Festivalreihe, die jedes Jahr mehr Gruppen integriert und sich auf mehr Spielorte (…) verteilen wird.« Eintritt: frei! Na: dann.
www.angelika-niescier.de

Schon am 12.01., auf der anderen Rheinseite, beim Konzert mit Joachim Kühns Berlin-Paris Trio (Sebastien Boisseau - b, Christian Lillinger - dr) in der Ärtztekammer Nordrhein in Düsseldorf wird das Bild »Live at the Codebar« des Malers und Fotografen Wilfried Schaus-Sahm als Backdrop die Bühne verschönen. Ein Anblick von 1,20 x 10,55 m, dem Pianisten Kühn gewidmet und seiner musikalischen Bedeutung angemessen.
www.schaus-sahm.de
www.joachimkuehn.com

Auch Fotograf ist Stefan Streitz, dessen Aufnahme von Ben L’Oncle beim Northsea Jazz Festival 2011 (Ausgabe 243, S. 112) wir versehentlich Peter Bastian zugeschrieben haben. Das ist nicht schön und tut uns leid. Sorry, Mann.

Ebenso, dass wir ab 01.01.12 wegen Portoerhöhung die Preise fürs Auslands-Abo anheben müssen (Europa: 58,- / Rest der Welt: 62,- Euro). Im Inland bleibt alles beim Alten. Erst mal. Danke, Post.

Aber Preise können auch anders. Die Wuppertaler Agentur wppt:kommunikation etwa hat just einen gewonnen, den Designpreis Deutschland 2012 in Silber für die Covergestaltung der Berliner jazzwerkstatt. Kräftige, »handgeschnittene« Schrift mit grafischen Elementen und viel Weiß, von Künstlern wie Jorgo Schäfer und Chris Hinze entwickelt, ist dies sichtbarer Jazz, meint Jazzjournalist Bert Noglik: »Die Gestaltung assoziiert das Handwerkliche einer Jazz- oder Kunstwerkstatt, setzt Zeichen und öffnet - wie eine erstklassige musikalische Improvisation - Spielräume für die Phantasie der Betrachter.«
www.designpreis.de
www.wppt-net.de
www.records-cd.com

Der Erste Jazzpreis Ruhr (11.000 Euro) ging ans Marc Brenken-Christian Kappe Quartett (Zodiak Trio und Invisible Change auf den Plätzen 2 und 3). Aus 55 Ruhrpott-Bands hatten zwei Jurys in zwei Wahlgängen und vier Wochen die drei Finalisten ermittelt, aus denen das Publikum im Dortmunder domicil am 03.12. den Sieger ermittelte. Anlass der Preisstiftung waren die 10. Ausgabe des Jazzwerk Ruhr und das 5-jährige Bestehen des europäischen Netzwerks jazzplayseurope. Höhepunkt: 24 Stunden Jazztopad Festival in Polen mit 20 Bands aus NRW. Fulminöses Preisdebüt.
www.jazzwerkruhr.de

Lars Danielsson
Bild: Lars Soederstroem
ACT feiert den 20, mit Jubilee Nights und Allstar-Band aus Caecilie Norby (voc), Lars Danielsson (b, voc), Michael Wollny (p), Wolfgang Haffner (dr) u.a. Nicht einfach eine Label-Supergroup, Leader Landgren hat Bezüge hergestellt: Gitarrist Nguyên Lê etwa steht für den ersten Exklusiv-Vertrag, Verneri Pohjola (tp) und Céline Bonacina (sax) sind die zwei jüngsten Zugänge. Die Jubelkonzerte beginnen jeweils mit dem Solo-Set des polnischen Pianisten Leszek Mozdzer, dessen Album Komeda Platz 1 der polnischen Pop(!)-Charts erreichte. Noch vor Sting und Beyoncé. Als wäre das Leben gerecht ...

02.02. Berlin Kammermusikhalle
03.02. München Muffathalle
04.02. Düsseldorf Tonhalle
05.02. Hamburg Laeiszhalle
www.actmusic.com

Sein 10-jähriges feiert am 10.02. der Jazzit:Musik:Club Salzburg, ein Ort für Jazz, World und Clubkultur mit stabilem Renommee. Jam-Sessions in der Bar, DJ-Line, Workshops und Konzerte von Newcomern und bekannten MusikerInnen aus Avantgarde, Elektronik, Neuer Musik; u.a. Henry Threadgill, Cecil Taylor, Marc Ribot, Moondog und Louis Sclavis gaben sich hier schon die Klinke in die Hand. Atmosphäre: ungezwungen.
www.jazzit.at

Marine Atmosphäre bei JazzBaltica (29.06.-01.07.): Mit Nils Landgren als neuem künstlerischen Leiter kehrt man unter dem Motto »new places, familiar faces« an die Ostsee und zum Gründungsgedanken zurück, Künstler aus der Region in den Mittelpunkt zu rücken. Neuer Spielort ist die Evers-Werft im Hafen der Gemeinde Timmendorfer Strand-Niendorf, seit Jahren bewährt beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Intendant Rolf Beck: »Wir sind froh und natürlich auch stolz, dass es uns nun nach dieser Zeit der Ungewissheit gelungen ist, JazzBaltica zu retten und auch in Zukunft bei uns in Schleswig-Holstein eines der international führenden Jazzfestivals veranstalten zu können.« More to come.
www.jazzbaltica.de

jazzthetik presents.jpgIn Bremen, nahe der Nordsee, findet vom 19.–22.04. die jazzahead! 2012 statt. JAZZTHETIK ist nicht nur als Medienpartner vor Ort, sondern auch als Jurymitglied beim European Jazz Meeting. Neu: die German Jazz Expo mit 10 deutschen Formationen anstelle des German Jazz Meetings. 2011 bewährt haben sich die Matchmaking Sessions, Gelegenheit für Fachteilnehmer, kurze Treffen zu koordinieren und Kontakte zu knüpfen (wichtig: Registrierung!). Der German Market ist Kommunikationsort für Musiker, Clubbetreiber und Festivalmacher. Die Showcase-Festivals, auf denen Musiker vieler Länder viele Subgenres präsentieren, sind in den letzten Jahren zum wichtigen Treffpunkt für Musiker, Veranstalter, Journalisten und Labelmenschen geworden. 36 Kurzkonzerte in vier Sparten: Spanish Night (Spanien ist Partnerland 2012), Overseas Night, European Jazz Meeting und German Expo. Nominiert wurden beim »esdsj« - »Europa sucht den SuperJazz«: Hildegard lernt fliegen (CH), Defekt (FIN), Journal Intime (FR), Kit Downes (UK), Solveig Slettahjell/Morten Qvenild (NOR), das Spinifex Quintet (NL) u.a. Aus deutschen Landen: Céline Rudolph, Mo’ Blow und Trio 120. Just to name a few. www.jazzahead.de

Just to name a few more: Adele, Joan Baez, Elvis Costello, Ke$ha, Diana Krall, Lenny Kravitz, Kris Kristofferson, Ziggy Marley, Queens of the Stone Age, Pete Townshend u.v.a., versammelt jenseits der Genregrenzen auf der opulenten Compilation Chimes of Freedom zum 50. Geburtstag von Amnesty International: 4 CDs mit 75 Bob-Dylan-Songs von über 80 Interpreten, die’s umsonst für die gute Sache machen, His Bobness himself nimmt auch nix. Eine illustre Schar, die sowohl das Ansehen von Amnesty unter Musikern als auch die Stabilität von Dylans Songs dokumentiert: Rock, Rap, HipHop, Pop, Country, Jazz, Blues. Folk-Legende Pete Seeger, 92-jährig, singt »Forever Young«.
www.amnesty.de

Franz Josef Degenhardt (80), für die BRD eine ähnliche Größe wie Seeger für die USA, starb dennoch. Der promovierte Rechtsanwalt, der ab ’68 Sozialdemokraten, Kommunisten und Baader-Meinhof-Mitglieder verteidigte, erhob als Liedermacher eine ausgesprochen ungnädige, näselnde Stimme gegen Vietnamkrieg, Radikalenerlass und anderen Sozialunfug. 1965 schuf er mit »Spiel nicht mit den Schmuddelkindern« eins der wenigen neuen Volkslieder nach Weltkrieg 2, sang für DKP und Friedensbewegung und stand auf Indexen. Degenhardt schrieb Romane - Zündschnüre (1973), Die Misshandlung (1979) u.a. - und machte zwei Söhne, Jan und Kai, die in Väterchen Franz’ Liederstapfen stiegen.
www.franz-josef-degenhardt.de

hans reichelHans Reichel (62), Gitarrist und Violinist, spielte als Teenager Bluesrock und Frank Zappa. Später entwickelte er die Third-Bridge-Gitarren mit Tonabnehmern an ungewöhnlichen Stellen und zwei Hälsen, und das Daxofon, ein neuartiges Streichinstrument aus Holz. Meist als Solist, arbeitete Reichel auch mit Ernst-Ludwig Petrowsky, Keith Tippett, Fred Frith, Eroc (Grobschnitt), dem Kronos Quartet u.a. und nahm zahlreiche Alben auf. Als studierter Schriftdesigner entwickelte er u.a. die Schriftfamilie FF Dax, die z.B. von der Norisbank, der Neuen Demokratischen Partei Kanadas und dem Total Music Meeting benutzt wird. Reichel bezeichnete sich selbst meist als Schriftenmacher.
www.daxo.de

Hubert Sumlin (80) verlieh als langjähriger Leadgitarrist von Howlin’ Wolf Nummern wie »Wang Dang Doodle«, »Shake For Me« und »Killing Floor« seine persönliche Note, die wiederum Clapton, Richards, Page und Hendrix faszinierte. Beeinflusst vom Delta Blues eines Robert Johnson spielte Sumlin Fingerstyle auf der Elektrischen mit unorthodoxen Improvisationen. 2008 wurde er in die Blues Hall of Fame aufgenommen. Ex-Muddy-Waters-Gitarrist Bob Margolin: »Hubert nimmt dich mit in seine Welt des Blues, von Verzweiflung zum Überschwang, von feinster Anmut zu gröbster Gewalt, von ›alles vorbei‹ zu ›immer und ewig‹. Sein Stil ist jederzeit wiederzuerkennen.«
www.hubertsumlinblues.com

Paul Motian (80) war einer der wichtigsten Drummer des Modern Jazz. Noch 2011 spielte Motian auf sechs neuen Alben, darunter sein eigenes The Windmills of Your Mind und Ghosts of the Sun von Bill McHenry, das an seinem Todestag veröffentlicht wurde. 1956, nach Sessions für Tristano, Monk und Rollins, spielte Motian auf Bill Evans’ Debütalbum New Jazz Conceptions und ab ’59 im Bill Evans Trio, wo er mit Scott LaFaro (b) die Rhythm Section aus den Limitierungen der bloßen Begleitung befreite (Sunday at the Village Vanguard, 1961). In den 60ern bewegte Motian sich mit Paul Bley und Gary Peacock in den Free Jazz, war - mit Charlie Haden und Dewey Redman - im ersten Keith Jarrett Quartet, spielte auf Carla Bleys Escalator Over the Hill (1971), in Hadens Liberation Music Orchestra, mit Mose Allison, Pharoah Sanders - und mit Arlo Guthrie beim Woodstock-Festival! Motian machte erste Leader-Alben wie Conception Vessel (1972) und Dance (1977) mit u.a. Jarrett, Haden und Geiger Leroy Jenkins als Sidemen und begann 1980 die basslose Zusammenarbeit mit Bill Frisell und Joe Lovano (Monk in Motian, 1988; Time and Time Again, 2007 u.a.). 1991 entstand mit Peacock und Masabumi Kikuchi (p) das Trio Tethered Moon, das Weill, Piaf und Puccini umdeutete, und 2010 das Trio 2000 mit Jason Moran (p) und Chris Potter (sax). Dass Motian gern mit Jüngeren spielte, zeichnete sich auch in der ’93 gegründeten Electric Bebob Band ab: zwei E-Gitarren, E-Bass, Drums und Saxofon(e), die Parker, Monk, Powell und Miles spielen. Always in motio/an. Not/dead.

Keyboarder Kristian Schultze (66) war einer der ersten (deutschen) Jazzmusiker, die E-Piano und Synthesizer verwendeten. Der studierte Pianist und Komponist schrieb für Film (Nicht fummeln, Liebling, 1969; Detektive, 1970) und TV (Harald und Eddi, Der Bulle von Tölz ), war 1973-77 bei Doldingers Passport, arbeitete mit den Humpe-Schwestern, Udo Lindenberg, Curt Cress, Giorgio Moroder u.a. und gründete 1980 mit Schlagersänger Michael Holm (»Mendocino«) das New-Age-Instrumental-Projekt Cusco.
www.kristianschultze.de

Miloslav Ladislav »Ladi« Geisler (84) entwickelte Ende der 50er den »Knackbass«, der den Orchestersound von Bert Kaempfert entscheidend mitprägte. Der gelernte Elektro-Ingenieur hatte in britischer Kriegsgefangenschaft eine E-Gitarre konstruiert und zu spielen gelernt; sein Vorbild war Nat-King-Cole-Gitarrist Oscar Moore. 1955 bekam er eine Festanstellung als Gitarrist in der NDR-Bigband, spielte mit dem NDR-Sinfonieorchester und als Studiomusiker bis zu 1500 Jobs pro Jahr (!). In den 90ern gründete er ein Tonstudio (Studio 17) und eine Jazz-Band und knackte 2010 bei Helen Schneiders Kaempfert-Hommage The World We Knew noch selbst den Bass. R.I.P.
www.ladigeisler.de


Mit 90 Bewerbungen aus 28 Ländern um 50 Prozent gestiegen ist die Nachfrage beim Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis. Die
Nicholas Payton
Bild: Michael Wilson
fachkräftig besetzte Jury wird fünf Finalisten auswählen, die zum Auftakt der 43. Internationalen Jazzwoche Burghausen (13.-18.03.) um den Preis (15.000 Euro) spielen werden. Wer gewinnt, muss tags darauf noch mal ran; dem Dozentenkonzert »Jazz Masters« folgt Altmeister Lee Konitz. Sonst: Phoneheads, Robben Ford, Nicolas Payton, Dianne Reeves, das Tied & Tickled Trio feat. Billy Hart u.a. (bei Redaktionsschluss unbestätigt: Marcus Miller und John Hollenbeck). Den Abschluss am Next Generation Day machen das Tobias Meinhart Quartet, Sängerin Defne Sahin und Stefan Schmid exTENded.
www.b-jazz.com


Cergio Prudencio EnsembleMit 100 Musikern aus neun Ländern wird das Münsteraner KlangZeitFestival 2012 (29.02.-11.03.) die durch Kolonialisierung, Einwanderung und archaische Wurzeln entstandene Vielfalt der lateinamerikanischen Musiken zeigen. Nicht nur der Bossa war nova im Subkontinent, sondern auch zeitgenössische Komponisten wie Mauricio Kagel und Frederic Rzewski. Kammermusiken von Ginastera und Villa-Lobos sowie Nachwuchs aus NRW werden zu hören sein, das Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos verbindet naturhafte Instrumentalklänge der Anden mit zeitgenössischer Musik, und das Cergio Prudencio Ensemble spielt indianische Aerophone. Als europäische Kooperation steht die polnische Partnerstadt Lublin auf dem Programm.
www.klangzeit-muenster.de

jazzthetik presents
Bereits am 08.01. geht das 5. Jazz In Between über Münsters Städtische Bühnen. Das Schweizer Trio Tré zwinkert zwischen Orleans-Brass, Bop und Freejazz mit volkstümlichen Anklängen, Klavierstar Wollny übergeht die Kluft zwischen US- und Euro-Jazz, während sein französischer Kollege Jean-Marie Machado mit dem Ensemble Danzas die Stilgrenzen zwischen Sarabande, Tarantella und Rock&Roll verschwimmt.
www.jazzfestival-muenster.de


Image
Mnozil Brass (c) C. Bunnemann
Eine Oper (Irmingard, in Salzburg aufgeführt), eine Operette, eine Suite für Orchester und Brassband u.m. haben Mnozil Brass - sieben Blasmusiker und Sänger sowie Ballett, Backingband, Solistensektion und Stuntmen in Personalunion - bislang auf Bühne, Bild- und Tonträger gespielt. Entstanden 1992 bei den Musikantenstammtischen im Wiener Gasthaus Josef Mnozil, hangelte sich die Gruppe über Hochzeiten, Begräbnisse und Bauernmärkte zur Konzert- und Theaterbühne, stieß auf boomende Nachfrage und wurde seither in der Royal Albert Hall (London), dem Tschaikowsky Konservatorium (Moskau), dem Berliner Ensemble und div. Opernhäusern gesehen. Am 22.02. werden die »Monty Pythons der Musik« ihr neues Programm Blofeld in der Hamburger Laeiszhalle zum Besten geben.
www.mnozilbrass.at
www.elbphilharmonie.de


Buch SunRaJAZZTHETIK liest: Picture Infinity - Marshall Allen & The Sun Ra Arkestra von Sibylle Zerr. Englisch. Gebunden. Selbstverlag. Erhältlich u.a. im JAZZTHETIK Online-Shop. Die Ethnologin, freie Autorin und Foto-Journalistin Sibylle Zerr arbeitet über die Bedingtheit von menschlicher Existenz und Jazz und wird in verschiedenen Publikationen, Tages- und Fachpresse veröffentlicht. Sie porträtiert das Sun Ra Arkestra fragmentarisch, als Sammlung von Fotos, Zitaten und Essays, und macht das Mysterium der Musik und Sun Ras Vermächtnis greifbar, ohne zu überhöhen oder zu entzaubern. Das liest sich!
www.sibylle-zerr.de

Nun hütet euch: Der nächste März kommt. Wahrscheinlich. Und mit ihm die nächste JAZZTHETIK. Frohes Fest und guten Rutsch …